S – Sorbus domestica (Speierling)

Sorbus domestica (Speierling)

Urheber: Johann Georg Sturm, 1796

Der Speierling, in Deutschland eher selten, zählt zu den klassischen Wildobstbäumen. Er wurde, wegen seines rückläufigen Bestandes, 1993 zum Baum des Jahres ausgewählt. Er zählt zu der Familie der Rosengewächse.
Seit der Antike wurde seine Frucht als Nahrungsmittel anerkannt und wegen seiner Gerbstoffhaltigkeit geschätzt. So wurde (in geringer Menge) sein Saft, der noch nicht Vollreifen Frucht, dem Apfelwein zugesetzt, um hierdurch dem Wein eine besondere Note zu verleihen.
Während er im Frühjahr seine gefiederten Blätter austreibt, erstrahlen ab April bis Mai seine weißen Blüten. Er wird Tierbestäubt. Im Alter von sieben bis zehn Jahren trägt er seine ersten Früchte. Dann, ab September/Oktober erreicht er seine Fruchtreife und ist birnenförmig. Apfelförmig zeigt er sich im August bis Februar. Seine ca. 2 bis 4 cm großen, apfel- oder birnenförmigen Früchte sind gelbgrün bis bräunlich und sonnenseitig rötlich.
Die Ernte der Früchte, unserer vier Bäume auf dem KlimaPark, ist eher mühselig. Abgefallene Früchte sind eher uüberreif aber genießbar. Ein gutes Hilfsmittel ist der Obstpflücker mit Gelenk, Auffangsack und Teleskopstange. Die Mühe wird belohnt, denn aus der Ernte lässt sich eine köstliche Marmelade zaubern.